Hans-Jürgen Mottschall

Modellbau

 EUROPAMEISTERSCHAFT NS am 25.-29.08.2000 in Bakov (CZ)


Da sich aus finanziellen und vielen anderen Gründen recht wenig „nauticus-Mitglieder“ zur EM anmeldeten, wurde ich auf eigenen Wunsch vom deutschen Dachverband „nauticus“ zur EM nominiert. Eine Nominierungbeinhaltet für mich als Verbandsmitglied folgendes:

    10 Dollar Bearbeitungsgebühr an den „nauticus auf ein Dollarkonto

    des „nauticus“ (hätte 28,- DM Überweisung auf meiner Bank gekostet!!)

    30 Dollar Startgebühr (wurde von 10 auf 15 Dollar pro Modell angehoben)

    300,- DM für ca. 1 400 Km PKW-Kosten

    360,- DM Hotelkosten (bei Anmeldung über den Verband wären es 6 x 55 Dollar)

    Dazu natürlich das Risiko der Modelltransporte während der An- u. Abfahrt


Meine eingesetzten Modelle in den Kl. - F 2a - / - F 2b -


Für mich auch eine stolze Summe, wenn man bedenkt, es ist nur Hobby! Besonders ärgerlich ist allerdings, dass neuerdings vom deutschen Dachverband, der weder eine Startgebühr für den Teilnehmer wie vor einigen Jahren üblich, noch sonst etwas regelt, Bearbeitungsgebühren fordert. Die Frage muss erlaubt sein, gehen alle Verbände so mit ihren Mitgliedern um?

Trotz einiger unverständlicher Ereignisse beschlossen wir Hamburger, Dirk H., Bernd H. und ich, das Risiko dort einzugehen. Eines möchte ich jedoch klar und deutlich aussprechen. Hätte ich im Vorwege gewusst wie gering die Beteiligung an dieser sog. EM ist, wäre ich nicht dort hingefahren!

Rechtzeitig am Donnerstag, den 24.09.00 fuhren wir Hamburger los und trafen nach reibungslosen Grenzüberschreitungen gegen Abend in Babov ein. Bakov ist ein kleiner Ort ca. 20 Km von Prag entfernt. Die Örtlichkeiten kannten wir ja schon von der WM 97.

Im Hotel, dass wir ja wohlweislich selbst bestellt hatten, bezogen wir nun unsere Zimmer und konnten ohne Hast zur Registrierung auf das Wettkampfgelände fahren. Die Formalitäten waren sehr schnell und zügig erledigt. Die Besichtigung der Wettkampfstätten brachte wieder genau das zu Tage, was wir ja schon einmal erlebten, keine Tische, um die Modelle an der Startstelle hinzustellen. Keinen Sonnen- bzw. Regenschutz der Modelle. Nicht nur in meinen Augen eine Nichtachtung der bisher erbrachten Modellbauleistung! Im Laufe des Abends trafen wir nun auf alte Freunde, auf die Frage wo ist der und der Bekannte, bekamen wir zu hören; kann nicht kommen zu teuer oder kein Urlaub bekommen. Festzustellen ist einfach, die Gelder für unser Hobby sind nicht mehr im Übermaß vorhanden, geschweige dann der Urlaub. Auch die ehemaligen nationalen Verbände des Ostens leiden unter dieser Geldknappheit.

Am Freitag, den 25.09.00 um 10.00 h wurde die I. EM-NAVIGA-NS eröffnet. Was sich ja schon im Vorwege abzeichnete wurde jetzt bestätigt, aus ganzen 6 (sechs) Nationen mit ca. 90 Teilnehmer in 7 NS-Kl. und 2 DS u. NSS Kl. waren mit 115 Starts (einige traten in mehren Kl. an) vertreten. Es war ein doch recht kleiner Haufen, der hier antrat. Die Frage muss ganz einfach sein; wo waren die anderen Nationen wie: Niederlande, Dänemark, Frankreich, England, Italien usw.? Unter einer EM verstehe ich etwas ganz anderes. Angetreten waren die Nationen: BLR, CZ, RU, PL, UKR, und D. Die Frage, wieso der mächtige Dachverband „nauticus“ von den möglichen 35 Seniorenstartmöglichkeiten nur 14 belegte, konnte mir keiner beantworten. Die Hamburger belegten allein in den Kl. schon 6 Startplätze. Offensichtlich sollte man einmal auf Verbandsebene doch den Kontakt zur Basis aufnehmen und nicht nur Funktionäre befragen, die sowieso keine Modelle haben. Hoffentlich ist der Zeitpunkt dazu nicht vielleicht sogar schon verpasst! Das die Juniorenklassen auch im Ostblock nicht mehr besetzt sind, darf jedoch nicht überbewertet werden. Auch hier glänzte unser Dachverband durch Abwesenheit.



Die fast komplette deutsche Mannschft


Aufstellung der Nationen


Pünktlich zur vorgegebenen Zeit wurden die Startstellen besetzt und die I. EM fing mit den Läufen der Kl. –F 4a – Sen. an. Dirk H., unser einziger deutscher Starter in den – F 4 – Kl. legte auch sofort in gewohnter Manier mit einem 100 Pkt.-Lauf los. Von den 11 Teilnehmern aus 5 Nationen fuhren jetzt noch zwei Teilnehmer jeweils 100 Pkt. Der Anfang war also gemacht! Der 2. Lauf am Sonnabend ergab wieder bei Roman B. und D. H. jeweils 98 Pkt. Im 3. Lauf am Sonntag fuhren die gleichen Wettstreiter wieder jeweils 100 Pkt. Jetzt, aber auch erst nach dem zweiten Stechen, konnte sich Dirk H. endgültig an die Spitze setzen und war damit EUROPAMEISTER! Wir haben uns jedoch gefragt; wo sind eigentlich die übrigen deutschen – F 4 – Fahrer? Hat sich nicht gerade der deutsche Dachverband entgegen besserem Wissen vehement dafür eingesetzt, dass diese Klassen international gefahren werden! Dirk H. wäre als klassischer – F 2 – Fahrer niemals allein wegen dieser Kl. angetreten, es bot sich zufällig an.

Danach folgten die Junioren der Kl. – F 4a – auch mit 11 Teilnehmern. Da zwei der Teilnehmer die gleiche Punktzahlen in den Läufen fuhren, musste auch in dieser Kl. durch ein Stechen zwischen  Lukasz St. (PL) und  Jan U. (CZ) der Sieger ermittelt werden. Es war eine Freude, dem polnischen jugendlichen Sieger bei der Ehrung zu erleben!

Zeitgleich zu den Läufen fanden die ersten Bau- und Sichtprüfungen in einigen Kl. statt. Da wir schon neugierig auf den einen oder anderen Werter waren, spionierten wir doch hier ein bisschen, um für den folgenden Tag vorbereitet zu sein.

Während die 12 Junioren aus 5 Nationen der Kl. – F 2a – ihren ersten Lauf an der Startstelle 1 fuhren, wurden die Bauprüfungen der Kl. –F 2a – und – F 4b – Senioren vorgenommen.

Meine Bauwertung der "MAERSK MASTER“ dauerte ganze 5 Minuten, mit 97 Baupunkten am Ende musste ich zufrieden sein. Ich belegte zwar damit den ersten Platz, befriedigend war diese Wertung auf keinen Fall, sind doch gar in der Einzelwertung von 2 Bauprüfern, von denen ich bisher noch nie ein – F 2 – Schiff gesehen hatte, sage und schreibe nur 95 Baupunkte zusammen gekommen. Dirk H. „BORRE“ erwischte es sogar noch mit einer 92er Wertung. Was allerdings die Bauprüfer bei der Bewertung des Modells „ADMIRAL USCHAKOV“ vom Vadim R. (BLR) wundervolles erkannt haben wollten, wird sicherlich ein ganz großes Geheimnis dieser EM bleiben. Mit 96,67 Baupunkten kam diese Modell doch glatt auf den 3. Platz!!


Kl. - F 2a- "STÖRTEBECKER" 1:50 v. H. W. (D)



Tch. Teilnehmer 1:33


Die „STÖRTEBECKER“ von Hubert W. mit 90,67 Baupkt. gefolgt von der „MIDGARD III“ von Harry K. mit 90.33 Baupkt., konnten noch zufrieden sein. Was die Fachleute der Jury allerdings mit Bernd H. Schlepper „GARANT“ verzapften, ist nur noch als peinlich zu bezeichnen, ganze 84,67 Baupkt. kamen hier zusammen. Obendrein erklärte man dem armen Bernd sogar noch, er habe seine Originalzeichnung gefälscht und ein Bugstrahlpropeller eingezeichnet. Diese Erkenntnis zog man aus einem beigelegten Foto des Originalschiffes (über 20 Jahre alt) da fehle das Zeichen für diesen Propeller. Es half auch nichts, das ein jugendlicher Teilnehmer mit einem inzwischen käuflichen Plan diesen Bugpropeller nochmals belegte! Hier, sowie in den anderen Kl. kam mehr als deutlich heraus, mehr als die Hälfte der Bauprüfer sind einfach überfordert, um in den Bauklassen eine Wertung vorzunehmen. Dieses Phänomen, international wie national, habe nicht nur ich seit einiger Zeit erkannt. Die Frage muss allerdings sein, wie kann es angehen, dass Bauprüfer eingesetzt werden, die weder jemals selbst ein Schiff in diesen Kl. gebaut haben oder sogar nur einen Baukasten der Klassen – F 4 – halbwegs fertig stellten. Wenn dann allerdings obendrein noch nicht einmal die Regeln wie: Ausführung (50 PKT.), Eindruck (10 PKT.), Umfang der Gesamtarbeit (20 Pkt.) und die Übereinstimmung mit den Bauunterlagen (20 Pkt.), beherrscht werden, kommen diese Ergebnisse ganz normal zustande. Diese erschreckende Erkenntnis bewog mich ja schon dazu, die DM 2000 nicht mehr zu besuchen. Die Bauwertungen sind inzwischen Dank der heutigen Bauprüfer ein reines Lotteriespiel geworden! War es vor einigen Jahren noch so, dass ein evtl. blinder Bauprüfer von den übrigen 4 getragen wurde, ist es heute genau umgekehrt. Leider zeigte sich auch immer mehr bei einigen Experten statt Sachverstand nur übersteigertes Geltungsgefühl. Sollte ich jetzt versehentlich einem guten Bauprüfer weh tun, möchte ich mich selbstverständlich entschuldigen!

Ab 13.00 h gingen wir, die Kl. – F 2a – endlich an den Start. Wir 11 Teilnehmer aus drei Nationen fuhren alle ohne Ausnahme keine guten Läufe. Gerade die Startstelle I. war während des gesamten Wettbewerbs durch einfallende Winde behindert. Spätestens im Dockmanöver spielten auch vermeintliche fahrstabile Schiffe verrückt. Ein Trost war allerdings, es hatten alle Starter die gleichen Schwierigkeiten. Hofften wir doch alle  den einen oder anderen Punkt durch einigermaßen Fahren herein zu holen, mussten wir am Ende feststellen, auch in den folgenden  Durchgängen brachten wir auf dem Wasser nichts zustande. Da D. Hamann einen Fahrfehler weniger fabrizierte, belegte er vor mir den 1. Platz und bekam somit einen weiteren EUROPAMEISTERTITEL. Dazu auch von dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Glückwunsch. Unser großer Pechvogel allerdings in dieser Kl. war B. H.. Im I. Lauf fiel der Sender durch Batteriezusammenbruch aus. In den übrigen Läufen klappte bei dem sonst sehr sicher fahrenden Bernd leider auch nicht allzu viel. Unter dem Strich können, speziell wir Hamburger, jedoch mit dem Abschneiden in dieser Kl. recht zufrieden sein!

Rechtzeitig hatte ich meinen – F 2a - Lauf beenden können, so dass ich zur Bauwertung der „ODEN“ in der Kl. – F 2b – kommen konnte. Da wir ja inzwischen auch die übrigen Mitstreiter dieser Kl. kannten, waren wir guter Dinge. Die angetretenen 14 Teilnehmer aus 4 Nationen brachten zum Teil schon bekannte Modelle mit. Meine Bauprüfung betrug auch hier wieder nur 6 Minuten. Jetzt kann man natürlich streiten ob das gut ist oder nicht, ich war auf jeden Fall überhaupt nicht mit meinen 97 Baupunkten für ca. 5 000 Hobbystunden in sechs Jahren aufgewendet, zufrieden! Selbst bei sog. Experten sollte diese Wertung sauer aufstoßen.  Aufgrund dieser unmöglichen Schiedsrichterleistung setzte sich bei mir i. L. des Wettbewerbs die Erkenntnis durch, diese inzwischen immer schlimmeren Auswüchse und Selbstdarstellungen der sog. Bauprüferexperten nicht mehr mitzumachen.  Mein Modell war fertig gebaut und in allen Details, belegbar. In meiner schon geäußerten Meinung wurde ich auch hier bestätigt. Erlebte ich auch hier wieder, wie  ältere Modelle in den Punkten angehoben wurden und nicht vollendete Schiffe bewertet wurden. Das kleine Einmaleins der Bauprüfer wurde auch hier nicht angewandt. Fehlende Schlingerleisten, Ahmings, Plimsollmarken oder Opferanoden, ein unbedingtes Mussan Modellen die hohe Wertungen beanspruchen, fielen ebenso wenig ins Gewicht wie fehlende Hydraulikleitungen, Rettungsbooteinrichtungen! Offensichtlich waren auch hier wieder einige Bauprüfer total überfordert. Peter S. mit seinem russ. Versorger „KIL 926“ belegte vor mir mit 98,67 Baupunkten den 1. Platz. Die „DUILIO“ einem ita. Kreuzer von Arnold Pf. folgte mit 96,33 Baupkt. Hubert Wagner, unser Mannschaftsleiter, folgte mit der „STOLTERA“, ein Seenotkreuzer der ehemaligen DDR bekam noch 89,33 Baupkt. und Peter E. erreichte mit seinem Feuerlöschboot 84,67 Baupkt. Auch hier mussten die Fahrpunkte entscheiden.




Auch das Dockmanöver entsprach nicht meinen Vorstellungen!!

Am Sonntagmorgen fuhr dann diese Kl. ihren ersten Lauf. Dank des starken Windes schaffte keiner außer H. Wagner, der auch noch als letzter fuhr 100 Fahrpkt. Alle sog. Profis versiebten ihren 1. Lauf. Der 2. Lauf am Montagmorgen brachte endlich für P. Sager mit 100 Fahrpkt. und A. Pf. mit 98 Pkt., den ersehnten Vorsprung, Ich bekam meine „ODEN“ offensichtlich nicht in den Griff und fuhr wieder nur 89 Pkt. Der 3. Lauf am Nachmittag auf der Startstelle 2 brachte wieder nichts ein. Hier, während meines Laufes, beschloß ich auch endgültig an weiteren Veralberungen auf den Wettbewerben, nicht mehr meine kostbare Zeit und Geld zu verschwenden! Nicht ein einziger 100er Lauf wurde gefahren. Am Ende des Durchgangs stand Peter S. als EUROPAMEISTER fest. A. Pfeifer folgte auf dem 2. Pl. und Alexandr M. (RU) erreichte noch die Bronzemedaille. H. W. belegte den undankbaren 4. Pl.. Meine „ODEN“ folgte auf Platz 5. ich glaube, das ist meine schlechteste Platzierung auf einem int. Wettbewerb.  Das ist unter Wettbewerbsbedingungen (schlechtes Fahren) durchaus einmal möglich, zumal es ja noch schlimmer hätte kommen können!

Kl. - F 2c - "KIL 926" 1:100 v. Peter S. (D)

Die Kl. – F 2c – mit 9 Teilnehmern, wurde durch Peter S. mit seiner „SCHARNHORST“ klar beherrscht. Belegte er doch mit über 7 Baupunkten Vorsprung einen sicheren 1. Platz. Selbst einige Patzer beim Fahren konnten ihn nicht gefährden. Schon nach den beiden ersten Läufen stand er als EUROPAMEISTER fest. Ab 3. Pl. wurde eigentlich noch richtig um die Platzierungen gekämpft. Alexander K. (BLR) belegte Pl. 2. und Kostyantin T. folgte auf Pl. 3.


Kl. - F 2c - "SCHARNHORST" 1:150 v. P. S. (D)



"S. A. VAN DER STEL" + "MAERSK MASTER"


 

In der Kl. – F 4b – bekam Dirk H. Dank seiner besseren Bauwertung und den ersten beiden 100er Läufen  den 3. EUROPAMEISTERTITEL. Mit insgesamt 3 Titeln war er auch somit der erfolgreichste Teilnehmer dieser EM. Das wir Hamburger darauf besonders stolz sind, brauche ich ja wohl nicht extra betonen! Leider war D. Hamann auch hier wieder der einzige deutsche Teilnehmer. In dieser Kl. waren vorzugsweise mehr Plastikmodelle als herkömmlich gebaute Modellschiffe zu sehen. Von den 10 angetretenen Teilnehmern aus vier Nationen, waren 6 Plastikbausätze.

Diesen Wettbewerb nutzten wir Hamburger auch, um einige Gespräche mit unserem Vizepräsidenten Herbert K. zu führen. Frage zu den neuen Regeln, von denen wir ja vage etwas hörten, waren das Thema. Hier bekamen wir dann zu hören,; es wurden schon neue Regeln verabschiedet, die jetzt in nächster Zeit eingeführt werden sollen. Auf unsere Frage; wer hat denn diese neuen Regeln gefordert, bekamen wir zu hören; die TK-Leute des „nauticus“ hätten sich umgehört. Da wir uns auf dieser EM im Vorwege bei den Teilnehmern erkundigt hatten und zu hören bekamen, dass keiner eine Regeländerung wollte, fragten wir noch einmal nach. Es gab keine befriedigende  Antwort! Leider ist ja auch zwischenzeitlich ein Umfragebogen von Dirk H. von aktive Modellbauern und Wettbewerbsteilnehmern beantwortet, von den „nauticus-Funktionären“ zu den Akten gelegt worden, angeblich gab es eine neuere Umfrage mit besseren Ergebnissen! Leider wusste von den Aktiven keiner etwas davon. Da ganz offensichtlich an den wenigen Aktiven (zu den teuren WMs und EM.  fahrenden Teilnehmern) vorbei wieder mal neue Regeln geschaffen wurden, beschloss ich endgültig, da ich auch in keiner Weise masochistisch veranlagt bin, diese Veralberung einfach nicht mehr mitzumachen! Was mich zur Weißglut treibt sind immer wieder Menschen, die ihr Ehrenamt missbrauchen, weil sie nur Funktionäre um ihrer selbst willen sein wollen. Die eitel, unkritisch und ohne vernünftige Ideen dem eigentlichen alles selbstzahlenden Modellbauer / Wettbewerbsteilnehmer, durch einfältige Regeländerungen die Freude am Modellbau vermiesen!

Da ich aufgrund meiner Aktivitäten keine Gelegenheit hatte, der 1 (einen) – F 6 – Mannschaft und bei den 4 (vier) – F 7 – Leuten anwesend zu sein, kann ich leider nichts zu diesen Kl. sagen.

Die Party am Sonnabend fing zwar etwas zögerlich an, hatte dann jedoch einen längeren Abend bzw. frühen Morgen für einige Teilnehmer. Solche Abende sind ideal um Kontakte neu zu festigen bzw. neu zu knüpfen. Das hier sogar die Getränke kostenlos waren, übte sicherlich für den einen oder anderen Teilnehmer seinen Reiz aus. Wir, die wir ins Hotel fahren mussten, brachen gegen Mitternacht auf, zumal wir ja auch einen klaren Kopf für die anstehenden Läufe haben wollten. Diese Einlage  war eine tolle Idee des Veranstalters.

Am Sonntag gegen 21.00 h fand eine Nachtregatta statt, waren sonst die Startstellen nur mit wenigen Besuchern belagert, kamen hier doch etliche Neugierige mehr. Es war schon spannend zu sehen, wie die beleuchteten Modellschiffe den mit aufgesteckten Lichtern versehenen Bojenkurs bewältigten. Einen besonderen Eindruck hinterließen auf jeden Fall die Dampfschiffe die gerade bei den Lichtverhältnissen eine Show für sich boten! Hier verspürte jeder Besucher und Teilnehmer echte Atmosphäre! Eine Einlage die nachahmenswert ist.

Durch die wenigen Teilnehmer konnten die Wettkämpfe schon am Montag beendet werden. Die Siegerehrung fand am Dienstag ab 08.30 h statt. Es war trotz manchem Ärger über die Bauprüfung und an den Startstellen doch eine ruhige Veranstaltung mit einer würdigen Siegerehrung. Allen Teilnehmern wünsche ich hier noch einmal alles Gute für die Zukunft! Da dieses mein  letzter sog. Wettbewerb als Modellbauer war, werde ich, so leid es mir tut, den einen oder anderen guten Freund oder Bekannten nicht mehr sehen. Das musste ich leider auch dem Vertreter der NAVIGA Jerzy L. bei seiner Einladung für mich zur nächsten Weltmeisterschaft 2001 in Ilawa (Polen)  sagen! Das mir dieser Entschluss nicht leicht viel, kann hoffe ich jeder aktive Modellbauer nachvollziehen! Im Lauf der Zeit haben sich doch einige Freundschaften entwickelt, die hoffentlich weiterhin bestand haben.

Sicherlich wird dieser Bericht nicht allen Lesern gefallen, ich möchte aber betonen, es wurden Tatsachen und Fakten aufgezählt, die jederzeit von den vor Ort gewesenen  Teilnehmern bestätigt werden können.

H.-Jürgen Mottschall